Husten tritt bei Erkältungskrankheiten, aber auch im Zusammenhang mit Asthma, Keuchhusten oder Lungenerkrankungen auf. Der französische Mediziner Rene Theophile Hyacinthe Laënnec (1781–1826) entdeckte im Jahr 1816, dass er nicht nur durch das Auflegen seines Ohrs auf den Brustkorb des Patienten Herz und Lunge abhorchen konnte.
Mit einem zum „Hörrohr“ umfunktionierten, fest zusammengerollten Papierblatt und kurze Zeit später mit einem hölzernen „Hörrohr“ gelang es ihm deutlich besser, verstärkte oder abgeschwächte Atemgeräusche sowie ungewöhnliche, rasselnde oder pfeifende Nebengeräusche der Lunge wahrzunehmen und konnte somit bestimmte Erkrankungen der Lunge diagnostizieren. Die Erfindung des Stethoskops (griech. στῆθος stēthos, Brust; griech. scopein = betrachten, untersuchen) erleichtert das Abhören der Lunge, so dass der Arzt Lungenemphysem, Pneumonie oder COPD (chronic obstructive pulmonary disease) feststellen oder ausschließen kann, wenn Patienten unter chronischen Hustenattacken leiden.

Husten ist keine Krankheit, sondern ein Symptom und Anzeichen dafür, dass die Bronchien entzündet und gereizt sind. Meist ist Husten die Folge eines viralen Bronchialinfekts, aber auch das Rauchen sowie das Einatmen von Staubpartikeln oder Stoffen, die die Atemwege reizen, kann Hustenattacken auslösen.

Wenn man von einem erkältungsbedingten und trockenen Husten gequält wird, bei dem zäher Schleim noch in den Bronchien festsitzt, sollte man eine Kombination von reizlindernden und auswurffördernden Heilkräutern einsetzen. Ein Arzneitee hat den Vorteil, dass die wirksamen pflanzlichen Inhaltsstoffe der Arzneidrogen mehrmals täglich in Form eines Getränks verabreicht werden. Auf diese Weise führt man die zur Schleimlösung notwendige Flüssigkeit zu, das Bronchialsekret wird dünnflüssiger und lässt sich leichter abhusten.

Der weißblühende „Echte Eibisch“ (Althea officinalis) gehört ebenso wie die rötlich-violette „Wilde Malve“ (Malva sylvestris) oder die als Gartenpflanze in vielen Farben blühende Stockrose (Alcea rosea) sowie die vielen verschiedenen, in tropischen und subtropischen Regionen beheimateten Hibiskusarten zur Pflanzenfamilie der Malvengewächse (Malvaceae). Die Wurzel von Althea officinalis wird auch als „Arznei-Eibisch“, „Apotheker-Eibisch“, „Heilwurz“ oder „Schleimwurzel“ bezeichnet, da sie besonders viele Schleimstoffe enthält und für die Zubereitungen von Arzneien prädestiniert ist. Wegen der zähflüssigen Konsistenz nannte man eingekochte Säfte aus Eibischwurzeln und Zucker früher wenig schmeichelhaft „Schneckensirup“, der nicht nur bei Reizhusten, sondern auch bei entzündlichen Magen-Darm-Problemen eingenommen wurde. Die Schleimstoffe aus Blättern und Wurzel von Althea officinalis legen sich schützend auf entzündete Schleimhäute und wirken dadurch lindernd und reizmindernd.

Die in der H&S- Reizhusten-Teemischung enthaltene, geschmacklich an Lakritze erinnernde Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) enthält das Saponin Glycyrrhitinsäure, das eine schleimlösende und schleimverflüssigende sowie auswurffördernde Wirkung aufweist. Das ätherische Öl der Anisfrüchte (Pimpinella anisum), die bereits in antiken heilkundlichen Werken gegen Atemwegserkrankungen empfohlen wurden, verstärkt den sekretomotorischen Effekt nochmals. Die expektorierende Wirkung beruht darauf, dass Anethol im Anisöl die Zilienbewegung des Bronchialepithels stimuliert, wodurch das Bronchialsekret leichter aus den Bronchien abtransportiert werden kann. Gelegentliches, sanftes Klopfen auf den Rücken von unten nach oben, hilft übrigens ebenfalls den Schleim zu lockern.

Dem quälenden Reizhusten kann man auch entgegen wirken, indem man das Einatmen von sehr trockener überhitzter oder sehr kalter Luft meidet, die Stimmbänder schont und durch Dampf-Inhalationen die Bronchialschleimhaut befeuchtet.

Ihr H&S Apotheken-Team

Anwendungsgebiete: Zur Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen der oberen Luftwege und damit verbundenem trockenen Husten.
Hinweis: Die Dauer der Anwendung sollte ohne ärztlichen Rat 4 bis 6 Wochen pro Jahr nicht überschreiten.
Arzneilich wirksame Bestandteile: Eibischblätter, Eibischwurzeln, Süßholzwurzeln, Anis.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
H&S Tee-Gesellschaft mbH & Co. · Im Heidach 1
D-88079 Kressbronn/Bodensee · www.Arzneitee.de

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