Die Erkenntnis, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind, hat sich nur allmählich und über viele Jahrhunderte hinweg durchgesetzt. Die Kinder früherer Generationen lernten vor allem durch Nachahmung und wurden schon früh von ihren Eltern zur Mitarbeit in Haushalt, Landwirtschaft oder Handwerk herangezogen, um die Existenz der Familie mit abzusichern.

Kinder wurden oft streng erzogen und erhielten manchmal nur recht knapp bemessene Mahlzeiten mit der Absicht sie abzuhärten, da man fürchtete, dass sie durch Verwöhnung verweichlicht würden. Eine „Extrawurst“ wurde für Kinder üblicherweise nicht gebraten…..
Der deutsche Pädagoge Friedrich Fröbel (1782 – 1852) gründete den ersten Kindergarten, in dem kleine Kinder nicht nur aufbewahrt, sondern mit Spielen, Basteln und Liedern kindgerecht beschäftigt wurden und in dem sie Kreativität und feinmotorische Fähigkeiten entfalten konnten. Diese Art der Kindererziehung war so neuartig, dass im englischen Sprachraum teilweise heute noch das Wort „kindergarten“ verwendet wird, obwohl die „nursery school“ sich allmählich durchsetzt.

Nach dem 2.Weltkrieg erkannte man, dass schlechte Ernährung während der Wachstumsphase Kindern großen Schaden zufügte. Dies führte zur Einführung der Schulspeisung. Lange Jahre hindurch wurden Milch und Kakao kostenlos verteilt. Für eine optimale Entwicklung von Kindern ist es wichtig, dass sie altersgerecht erzogen und ernährt werden. Das Knochen- und Organwachstum erfordert ein erhöhtes Angebot an Mineralien und Spurenelementen. Verschiedene Faktoren beeinflussen Stoffwechsel und Ausscheidungsvorgänge des kindlichen Organismus.
So verändern sich beispielsweise der Anteil an Körperwasser im Verhältnis zur Muskelmasse und Fettgehalt, die Fähigkeit zur Eiweißbindung im Blut und die Körpertemperatur, sowie Magensaft- und Gallenflüssigkeitssekretion vor allem in den ersten Lebensmonaten bzw. Lebensjahren besonders stark. Verdauungsvorgänge von Neugeborenen sind nicht vergleichbar mit denen eines Kleinkindes, Schulkindes oder gar eines Erwachsenen.

Baby- und Kindertees sollten beispielsweise keinen Zucker enthalten um der Entstehung von Karies vorzubeugen. Instanttees, die sehr viel Zucker enthalten, dürfen nicht in Fläschchen verabreicht werden. Weiterhin sind künstliche, synthetisch erzeugte Aromastoffe, die fruchtigen Geschmack nur vortäuschen, zu vermeiden. Sehr kleine Kinder kommen mit einem milden Geschmack meist besser zurecht, als mit allzu künstlich und intensiv schmeckenden, gummibärchen-artigen Aromen.

Je jünger der Organismus ist, desto empfindlicher reagiert er auf schädliche Stoffe, die in Lebensmitteln enthalten sein können. Bei Baby- und Kindertees ist es besonders wichtig, die Belastung mit Keimen, Unkraut und Insektenvernichtungsmitteln möglichst gering zu halten. Dies kann realisiert werden durch Entkeimungsmaßnahmen mit kurzzeitiger Heißdampfbehandlung, sowie durch Bio-Anbau oder kontrolliert, integrierten Anbau (kiA-Anbau) der Kräuter, bei dem auf einen stark reduzierten Eintrag von Spritzmitteln geachtet wird. Auch auf unerwünschte Stoffe, die von Pflanzen natürlicherweise selbst produziert werden, muss vor der Abfüllung eines Kindertees regelmäßig geprüft werden. Stechapfelsamen oder Seneciokräuter haben in Kinder-oder Babytees nichts zu suchen und können nur durch sorgfältigste Anbau- und Erntemethoden der Kräuter vermieden werden. Ein kindgerecht zusammengesetzter Baby- und Kindertee in Apothekenqualität bedeutet Sicherheit für Mutter und Kind!

 

Ihr H&S Apotheken-Team

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