Die Teepflanze Camellia sinensis gehört zur Pflanzengattung der Kamelien (Camellia) sowie zur Pflanzenfamilie derTeestrauchgewächse (Theaceae). Teesträucher wachsen in China, Japan, Indien und Indonesien. Nach Eroberung der Ozeane mit Hilfe riesiger Segelschiffe wurden Anfang des 17. Jahrhunderts große Handelsunternehmen gegründet, beispielsweise die „Niederländische Ostindien-Kompanie“ sowie die „Britische Ostindien-Kompanie“, die begehrte Güter wie Seide und chinesisches Porzellan, Gewürze wie Pfeffer, Muskatnuss und Zimt, Kaffee, Kakao und Tee ausexotischen Ländern nach Europa brachten.

Der ungeheuer große Handelswert der importierten Waren führte nicht nur zu einer wirtschaftlichen Konkurrenzsituation zwischen den Unternehmen, sondern auch zu politischen Spannungen um die maritime Vormachtstellung zwischen den Niederlanden und England, die sich in mehreren Seekriegen entluden.

Tee war in England als exklusives Getränk sehr begehrt und es entstanden „tea gardens“ mit Musik und „Tanztee“ im Freien. Die sprichwörtliche „tea time“ wurde zum täglichen Ritual und noch heute wird in Großbritannien um17 Uhr nachmittags der „five o´clock tea“ zelebriert.

Im Gegensatz zum schwarzen Tee wird grüner Tee nicht „fermentiert“. Dabei handelt es sich um eine Oxidation, denn unter Einfluss des Sauerstoffs aus der Luft werden Inhaltsstoffe der Teeblätter oxidativ verändert. Unter einer Fermentation oder Gärung versteht man dagegen eine durch mikrobiologischen Einfluss, Hefen oder Bakterien verursachte Umwandlung organischer Stoffe. Fermentative Prozesse erforschte übrigens erstmals der französische Wissenschaftler Louis Pasteur (1822–1895), als er untersuchte, wie aus süßem Traubensaft Wein entstand und wie sich verhindern ließ, dass daraus Weinessig wurde.

In den intakten Zellen der Teeblätter befinden sich voneinander getrennt Enzyme (Oxidasen) und Inhaltsstoffe der Teeblätter, beispielsweise Coffein, Gerbstoffe und Catechine (Polyphenole). Werden die Teeblätter durch Rollen gequetscht und die Pflanzenzellen dabei teilweise zerstört kommen die Enzyme und die Pflanzeninhaltstoffe miteinander in Berührung. Unter Einwirkung von Luftsauerstoff und Feuchtigkeit bilden sich dann durch Oxidation aus den Catechinen dunkel gefärbte, polymere Verbindungen und die für Schwarztee typischen Aromastoffe.

Im Gegensatz zum schwarzen Tee wird dieser natürliche Prozess bei der Bearbeitung von grünen Teeblättern vermieden. Die Oxidation wird unterdrückt durch kurzes Erhitzen der Teeblätter. Dadurch werden die in den Blättern vorhandenen Enzyme deaktiviert und nahezu alle im frischen Teeblatt vorhandenen Inhaltsstoffe wie die wertvollen Catechine (Polyphenole) und die für Grüntee typischen Aromastoffe bleiben unverändert erhalten.

Auch wenn Teeblätter vom gleichen Strauch geerntet werden, schmecken Teeaufgüsse von grünen Teeblättern also anders als die von schwarzen Teeblättern und im Teeaufguss befinden sich nicht jeweils die gleichen Inhaltsstoffe!

Das im H&S Bio-Grüntee enthaltene Catechin Epigallocatechingallat (EGCG) ist als Polyphenol ein wertvoller antioxidativer Inhaltsstoff, der den Körper bei wichtigen Regenerationsaufgaben unterstützen kann. Der erfrischende und anregende H&S Bio-Grüntee verknüpft deshalb Genuss und Gesundheitsbewusstsein miteinander.

Genießen Sie Ihre ganz persönliche „tea time“ oder verwöhnen Sie sich und Ihre Lieben mit einem „five o´clock tea“ oder einem „reception tea“, einem Stehempfang, bei dem eine Tasse Tee anstatt eines Sektkelches und Canapés oder Appetithäppchen gereicht werden.


Ihr H&S Apotheken-Team

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