Die Vorstellung, dass die Wurzeln der Urologie auf die - inzwischen glücklicherweise überflüssige - Betätigung eines „Steinschneiders“ oder eines Wanderarztes wie dem berühmt-berüchtigten Dr. Eisenbarth, Johann Andreas Eisenbarth (1663–1727), zurückzuführen sind, erstaunt uns heute. Harnsteine wurden chirurgisch mittels „Steinschnitt“ entfernt, um Patienten von ihren quälenden Kolik-Schmerzen zu befreien. Dies macht deutlich, dass Blasen- und Nierenleiden die Menschheit schon lange beschäftigen.

Bei Schwellungen und Ödemen, die auf Verletzungen zurückzuführen sind, kann man mit pflanzlichen „Aquaretika“ (lat.: aqua=Wasser) wie H&S Schachtelhalmkraut versuchen, eingelagertes Wasser aus dem Gewebe zu mobilisieren und auszuscheiden. Stoffe, die die Niere zur Produktion größerer Harnmengen anregen, wirken diuretisch. Das Wort „Diuretikum“ hat seinen Ursprung in der griechischen Sprache und bedeutet „den Urin befördernd“ (griech.: ουρον, uron =Urin). Wenn die Nieren nicht optimal arbeiten wird die Filtrationsleistung, die sogenannte „glomeruläre Filtrationsrate“ (GFR) der Nieren eingeschränkt. Dadurch verbleiben mehr Salze im Körper und es kommt zu Wassereinlagerungen im Gewebe. Wenn die Pumpkraft des Herzens nachlässt und sich Blut in die Venen zurückstaut bedingt der erhöhte Venendruck die Bildung von Ödemen in den unteren Extremitäten. Geschwollene Beine, Sockenrandabdrücke am Knöchel oder auch dicke „Tränensäcke“ unter den Augen können erste Hinweise auf Wassereinlagerungen im Körper sein. Bei deutlichen Einschränkungen der Nieren- oder Herzfunktion sollte ärztlicher Rat eingeholt werden bevor ein harntreibender Tee getrunken wird.

Ein besonders wichtiges Einsatzgebiet pflanzlicher Aquaretika sind Blasenentzündungen, von denen aufgrund anatomischer Gegebenheiten insbesondere Frauen geplagt werden. Brennen beim Wasserlassen ist meist das erste Anzeichen dafür, dass sich eine Blasenentzündung oder Zystitis anbahnt. Wird eine bakteriell verursachte Infektion nicht bekämpft, können aufsteigende Keime in die Nieren gelangen und zu Nierenbeckenentzündungen führen. Manchmal genügt es bei den ersten Krankheitssymptomen mehr zu trinken und mindestens zwei Liter Flüssigkeit täglich zu sich zu nehmen, denn eine erhöhte Trink- bzw. Harnmenge führt zu einem verstärkten Spülen von Nieren, Blase und ableitenden Harnwegen. Die Bakterien werden mit dem Urin aus der Blase herausgeschwemmt. Tees mit harntreibenden Pflanzen verstärken den Spüleffekt. Der H&S Nieren-Spültee ist aus einer Mischung bewährter Arzneipflanzen wie Birkenblätter, Goldrutenkraut, Schachtelhalm und Hauhechelwurzel zusammengesetzt.

Die im H&S Blasen- und Nierentee zusätzlich zu den aquaretisch wirksamen Bestandteilen Birkenblätter, Schachtelhalm und Bohnenschalen enthaltenen H&S Bärentraubenblätter werden auch alleine bei Blaseninfekten eingesetzt. Bärentraubenblätter wirken aufgrund des pflanzlichen Inhaltsstoffes Arbutin desinfizierend. Bakterien werden damit nicht nur indirekt durch Ausspülen, sondern direkt bekämpft. Allerdings sollten Bärentraubenblätter max. 5 x pro Jahr angewendet werden. Da aus Bärentraubenblättern beim Extrahieren mit heißem Wasser viele Gerbstoffe in den Aufguss übergehen, die Magenprobleme verursachen können, kann ein reiner Bärentraubenblättertee auch kalt angesetzt und vor der Einnahme kurz erhitzt werden, um eventuell vorhandene Keime abzutöten. Kinder, schwangere oder stillende Frauen sollten nicht mit Bärentraubenblättern behandelt werden, weil das Arbutin im Körper zu Verbindungen metaboliert wird, die in größeren Mengen oder auch bei häufiger Anwendung unerwünschte Nebenwirkungen bei empfindlichen Personen verursachen können.

Bei Neigung zu Nieren- oder Blasensteinen oder bei leichten rheumatischen Beschwerden ist ein harntreibender Tee wie der H&S Brennnesselblätter zu empfehlen, um Ablagerungen in Niere und Blase oder Gelenken vorzubeugen und Stoffwechselprodukte auszuspülen, auch wenn wir uns heute glücklicherweise nicht mehr vor einem Dr. Eisenbarth fürchten müssen!

Ihr H&S Apotheken-Team

Anwendungsgebiete: Zur Unterstützung bei der Therapie von Blasen- und Nierenbeckenkatarrhen.
Arzneilich wirksame Bestandteile: Bärentraubenblätter, Samenfreie Garten-Bohnenhülsen, Schachtelhalmkraut, Birkenblätter. Sonstige Bestandteile: Süßholzwurzel, Pfefferminzblätter.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
H&S Tee-Gesellschaft mbH & Co. · Im Heidach 1
D-88079 Kressbronn/Bodensee · www.Arzneitee.de

» Zurück