Wässrige Auszüge der aus Südafrika stammenden Teufelskrallenwurzel ( Harpagophytum procumbens) besitzen ein Wirkungsspektrum, das dem synthetischer Entzündungshemmer vergleichbar ist. Wirksamer Inhaltsstoff ist das Harpagosid, das mit Wasser aus dem getrockneten, zerkleinerten Wurzelpulver herausgelöst wird.

Pro Tag sollte etwa eine Menge von mindestens 50 mg Harpagosid über einen längeren Zeitraum (etwa 3 Monate oder länger) zur unterstützenden Behandlung eingenommen werden, um chronische Schmerzzustände im Zusammenhang mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und bei Verschleißerscheinungen wie beispielsweise Rücken- oder Arthroseschmerzen in etwa gleicher Weise zu lindern wie synthetische Schmerzmittel. Ein Teeaufguss aus 4 bis 5 g Tee enthält die erforderliche Tagesdosis an Harpagosid.

Heute leiden immer mehr Menschen aufgrund sitzender Tätigkeiten im Beruf und damit verbundenem Bewegungsmangel unter Verspannungen im Rücken, Schultergürtel oder Nacken. Auch da ist es lohnend, über einen längeren Zeitraum natürlichen Teufelskralletee alternativ zu synthtischen Entzündungshemmern einzunehmen. Forscher der Universität Freiburg und der Universität Gießen haben die Wirksamkeit von wässrigem Teufelskrallenextrakt im Vergleich zu synthetischen, nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) klinisch an 250 Patienten getestet und zusammenfassend ein positives Resümee gegeben:

   „Die Behandlung mit Teufelswurzel-Extrakt besitzt nach heutigem Kenntnisstand
   ein geringeres Nebenwirkungsspektrum als NSAR und kann bei Patienten mit Rücken-
   oder Gelenkbeschwerden zur Schmerzlinderung optional eingesetzt werden“.1  

Teufelskralletee schmeckt bitter und kann deshalb ähnlich wie Wermuttee auch eingenommen werden, um den Appetit anzuregen. Bitterstoffe stimulieren die Säuresekretion des Magens, so dass sie nicht nur bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, sondern auch bei Verdauungsproblemen wie Blähungen und Völlegefühl eingesetzt werden.

Gerade ältere Patienten, die an zunehmenden Verschleißerscheinungen und gleichzeitig dyspeptischen Beschwerden leiden profitieren von H&S Teufelskralle Harpagosan Tee. Bei „empfindlichem Magen“ jedoch können bei Einnahme größerer Mengen an Teufelskralle aufgrund der Bitterstoffe auch gastrointestinale Probleme auftreten.
Bei Überempfindlichkeitsreaktionen und bestehenden Magenerkrankungen wie Geschwüren darf Teufelskralle nicht eingesetzt werden. Aufgrund der ungenügenden Datenlage ist Teufelskralle in Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

 

Ihr H&S Apotheken-Team

 
(1) Sigrun Chrubasik, Elena Neumann, Ulf Müller-Ladner: Zur antientzündlichen Wirksamkeit von Arzneimitteln aus der Teufelskralle. In: Zeitschrift für Phytotherapie, Vol. 30 (2009), S. 222-226.

Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl (dyspeptische Beschwerden). Wenn die Beschwerden länger als 1 Woche andauern oder periodisch wiederkehren, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Zur unterstützenden Behandlung bei Verschleißerscheinungen (degenerative Erkrankungen) des Bewegungsapparates. Bei akuten Zuständen, die z.B. mit Rötung, Schwellung oder Überwärmung von Gelenken einhergehen, sowie andauernden Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen.
Wirkstoff: Teufelskrallenwurzel, geschnitten.
Gegenanzeigen: H&S® Teufelskralle Harpagosan® Teebeutel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegenüber Teufelskrallenwurzel (Harpagophyti radix) und bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Zur Anwendung von H&S® Teufelskralle Harpagosan® Teebeutel in Schwanger-schaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Es sollte deshalb in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen: In seltenen Fällen sind Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen beobachtet worden. Sehr selten sind Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautauschläge, Nesselsucht, Gesichtsödeme bis hin zum Kreislaufzusammenbruch (anaphylaktischer Schock) beschrieben worden. Sehr selten wurde bei insulinpflichtigem Diabetes mellitus ein Blutzuckeranstieg beobachtet, der nach Absetzen zurückging.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
H&S Tee-Gesellschaft mbH & Co. · Im Heidach 1
D-88079 Kressbronn/Bodensee · www.Arzneitee.de

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