Mit dem Säure-Base-Haushalt werden physiologische Regelmechanismen bezeichnet, die den Ablauf der notwendigen Stoffwechselprozesse bei einem durchschnittlichen ph-Wert von 7,4 aufrecht erhalten. Um ein Gleichgewicht zu halten, bedient sich der Körper dabei bestimmter Puffermechanismen im Blut, über die Haut, die Lunge, die Leber und die Niere
(Quelle: www.wikipedia.de).

Soweit zur grauen Theorie. Was sich dahinter versteckt, sind biochemische Prozesse, die täglich in unserem Körper ablaufen. Um leben zu können brauchen wir Energie, Energie in Form von Nahrung. Diese Nahrung muss aber erst vom Körper entsprechend aufbereitet werden, damit er sie verwerten kann. Dabei entstehen Stoffwechselschlacken und Abfallstoffe, die abtransportiert und ausgeschieden werden müssen. Häufig sind diese Stoffe sauer, und müssen, da sie teilweise lange durch den Körper transportiert werden, neutralisiert werden, um keinen Schaden anzurichten.

Hier kommen die körpereigenen Puffermechanismen ins Spiel. Ohne ins Detail gehen zu können, werden Säuren schlussendlich über den Urin, die Haut, den Darm und über die Lunge in Form von ausgeatmetem Kohlendioxid ausgeschieden. Diese Regelmechanismen laufen permanent im Körper ab, sind aber bei zu großem Anfall an säurehaltigen Stoffwechselabfällen auf Dauer überlastet. Der Körper hilft sich in solchen Stress-Situationen mit dem Rückgriff auf Notlösungen. Bei chronischer Säureüberlastung lagert er beispielsweise überschüssige Säuren im Bindegewebe zwischen, allerdings mit dem Nebeneffekt, dass einzelne Zellen und ganze Gewebebereiche in ihrer Funktion eingeschränkt sind. Zudem kann es dadurch zu dauerhaften Schmerzen kommen. Als weitere Notlösung greift der Körper auf das in den Knochen gelagerte Kalzium zurück, einem basischen Mineralstoff. Geschieht dies aber über eine längere Zeit, wird die Entstehung einer Osteoporose dadurch enorm begünstigt oder beschleunigt.

Insgesamt ist die Übersäuerung, läuft sie unbemerkt und unbehandelt über Jahre ab, ein enormer Risikofaktor für die Gesundheit. Durch die lang anhaltende ungünstige Stoffwechsellage werden neben Osteoporose und chronischen Schmerzzuständen noch zahlreiche andere Erkrankungen begünstigt, z.B. Allergien, Arteriosklerose, Diabetes, Gallensteine, Gicht, Koronare Herzkrankheit, Magen-Darm-Geschwüre, Migräne, Myogelosen oder Muskelverhärtungen, Neurodermitis, Nierensteine und rheumatische Arthritis. Als ob sich diese Aufzählung nicht dramatisch genug anhören würde, stellte Dr. Otto Wartburg, Nobelpreisträger für Medizin in seinen Studien fest, dass saures Milieu den Sauerstoff in den Zellen sinken lässt, gleichzeitig Krebs nur in sauerstoffarmer Umgebung existieren kann und somit Krebsentstehung und Wachstum optimale Bedingungen bei Übersäuerung vorfindet.
Aus dieser Vielzahl an möglichen Krankheitsbildern wird deutlich, wie wichtig es ist, rechtzeitig und effektiv dem Körper zu helfen, den Säure-Base-Haushalt im Gleichgewicht zu halten.

» Zurück